Borreliose – Symptome, Diagnostik und Therapie

Borreliose ist eine durch Zecken übertragbare Krankheit, wobei die krankheitserregenden Bakterien (Borrelien) in die Blutbahn übertragen werden. Borreliose kann in mehreren Stadien verlaufen.

Stadium 1: Akute Borreliose

  • Borrelien – infizierter Zeckenstich
  • Wanderröte (Erythema migrans), die ab dem 5. Tag bis zur 10. Woche in ca. 50% der Fälle auftritt
  • Grippeähnliche Symptome bei ca. 20% der Patienten
  • Folgenloses Ausheilen bei ca. 90% der Patienten

Stadium 2: Akute Organmanifestation

  • Beginnt frühestens 2 bis 12 Wochen nach einem mit Borrelien infizierten Zeckenbiss
  • Organbefall, dabei können alle Organsysteme befallen sein:
    • Nervensystem: Nervenentzündungen mit Beteiligung des Rückenmarks und nächtlichen Schmerzen, Meningitis mit starken Kopfschmerzen, Fazialislähmung
    • Herz: Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündung.
    • Vegetative Symptomatik wie Schwindel und Schlafstörungen
  • Bei gleichzeitig vorliegenden chronischen, therapieresistenten Erkrankungen wird Borreliose oft nicht erkannt
  • 99% der Betroffenen heilen nach monatelangem Leiden aus

Stadium 3: Chronische Organmanifestation

  • beginnt erst nach Monaten oder Jahren
  • chronische Neuroborreliose (Borrelien-Enzephalitis, Enzephalomyelitis), wobei die Abgrenzung zu Multipler Sklerose
    erforderlich ist.
  • Chronische Gelenk- und Muskelentzündungen
  • Hautveränderungen (Acrodermatitis chronica atrophicans)

Diagnostik und Therapie der Borreliose

  • Labortest der humoralen Ebene (Antikörpertest)
  • Labortest der zellulären Ebene (Lymphozytentest)

Die Testergebnisse und die klinische Symptomatik sind entscheidend für die ganzheitliche Therapie der Borreliose.
Neben den international anerkannten Therapieschemata mit Antibiotika unterstützen ergänzende Begleittherapien:

  • die Stärkung des Immunsystems durch Aufbau der Darmflora nach Antibiotika-Therapie
  • die Aktivierung der Entgiftungsfunktion des Körpers mittels Phyto- und Physiotherapie sowie Homöopathie
  • die Schmerztherapie und Entspannung durch sanfte Akupunktur
  • den gezielten Mikronährstoffaufbau durch Nahrungsergänzungsmitteln und/oder Infusionen
  • die mentale Stärkung im Rahmen des therapeutischen Gesprächs als Hilfe zur Selbsthilfe, um die innere Balance wiederherzustellen.

Borreliose und Co-Infektionen

Zecken können neben den Borrelien-Bakterien und den FSME-Viren noch viele andere Krankheitserreger übertragen: Chlamydien, Ricketsien, Babesien, Mykoplasmen.
Die klinische Symptomatik ist oft überlagert durch diese möglichen “Mischinfektionen”. Daher ist eine entsprechende Differenzialdiagnostik notwendig, um eine gezielte Antibiotika-Therapie durchzuführen.